Projekt zur Implementierung einer neuen Banken-CRM-Lösung erfolgreich abgeschlossen



3.3.2026 – Heute haben Robert (links) und ich gut lachen. Die Erste Bank und Sparkassen in Österreich verfügen nun über eine neue, umfassende CRM-Lösung. Vor zwei Jahren jedoch sind wir mit nicht viel mehr als einer groben Idee gestartet. Dazwischen lag eines der sicherlich herausforderndsten Projekte meiner Berufslaufbahn, in dem Robert Neuwirth vom Team Marketing Automation der Erste Bank und ich als Projektmanagement-Tandem agierten.

Zu Beginn stand lediglich ein Zieldatum fest. Eine detaillierte Anforderungsspezifikation lag nicht vor; diese wurde Schritt für Schritt erarbeitet. Erst darauf aufbauend konnten eine fundierte Aufwandsschätzung sowie die Arbeitsaufteilung für die Softwareentwicklung abgeleitet werden. Die Umsetzung erfolgte durch zwei Partner: zum einen durch Erste Digital, zum anderen durch die SAS Institute GmbH aus Heidelberg.

Agiler Wasserfall-Mix

Herausfordernd war auch das Projekt-Setup: Innerhalb einer klassischen Wasserfallorganisation wurden Anforderungsmanagement, Entwicklung und Test agil organisiert. Das führt zwangsläufig zu Reibungen – insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein fixes Go-live-Datum eigentlich erst dann mit gutem Gewissen zugesagt werden kann, wenn Anforderungsanalyse und Schätzung abgeschlossen sind.

Meiner Erfahrung nach werden agile Set-ups allerdings nur selten „sortenrein“ umgesetzt. Zumeist handelt es sich um hybride Vorgehensweisen, bei denen im Projektmanagement Flexibilität, Pragmatismus und die Fähigkeit zum „Jonglieren“ gefragt sind. Das ist nicht immer ideal, doch letztlich muss man sich an der gelebten Kultur des jeweiligen Hauses orientieren.

Es folgten 50 Sprints, in denen 26 Epics mit insgesamt 503 Issues abgearbeitet wurden; elf Management-Steerings, davon zwei außerordentliche; mehr als 3.000 verbuchte Arbeitstage und knapp 2.000 absolvierte Projektmeetings.

Und wie gesagt: Das Lachen ist uns nicht vergangen. Aus einer groben Idee wurde eine State-of-the-Art-CRM-Lösung, die in dieser Form Benchmark-Charakter für die Bankenbranche hat.

Mario Offenhuber
Geschäftsführer RIM Management KG

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FAQs
1. Was war die größte Herausforderung bei der CRM-Implementierung?

Die größte Herausforderung bestand darin, mit einem fixen Go-live-Termin zu starten, ohne zu Beginn eine vollständig ausgearbeitete Anforderungsspezifikation zu haben. Anforderungen, Aufwandsschätzung und Umsetzungsplanung mussten parallel entwickelt werden.

2. Was bedeutet „agiler Wasserfall-Mix“ konkret?

Es handelt sich um eine Kombination aus langfristiger Planung (Wasserfall) und iterativer Umsetzung in Sprints (agil). Strategische Meilensteine wurden klassisch gesteuert, während operative Arbeitspakete in Sprints organisiert waren.

3. Welche Kennzahlen zeigen die Projektgröße?

Das Projekt umfasste 50 Sprints, 26 Epics, 503 Issues, über 3.000 verbuchte Arbeitstage und rund 2.000 Projektmeetings – ein klares Indiz für die Komplexität und den Umfang.