9.4.2026
Und sie ist es auch nur in den wenigsten Fällen. Wer in seinem Business oder in seinem Unternehmen Innovation vorantreiben will, scheitert häufig an der überwältigenden Größe dieser Aufgabe. Doch diese Sichtweise ist ein Trugschluss. Sie beruht auf der Überzeugung, dass „echte“ Innovation immer radikale Innovation sein müsse – so wie die Erfindung der Dampfmaschine, der Siegeszug des Internets oder die Etablierung der E-Mobilität.
In 99 Prozent der Fälle ist das nicht die Realität von Innovation. Diese „Magic Moments“ sind die absolute Ausnahme – häufig Zufälle, bei denen man eigentlich etwas anderes erreichen wollte, und oft nur der vorläufige Höhepunkt eines inkrementellen Prozesses. Dieses schrittweise, inkrementelle Vortasten ist das eigentliche Daily Business von Innovation.
Radikale Innovationen lösen große Veränderungen aus, inkrementelle führen den Wandel laufend weiter – in kleinen, planbaren Schritten. Gemeint ist damit die iterative Weiterentwicklung von Bestehendem. Ein Produkt, ein Prozess oder ein Geschäftsmodell wird verbessert, aber nicht grundsätzlich neu erfunden. Das können bessere Funktionen, höhere Effizienz, geringere Kosten oder eine bessere Nutzererfahrung sein.
Innovation funktioniert am besten in einem agilen Set-up
Innovative Unternehmen organisieren ihre Weiterentwicklung auf Basis kontinuierlicher Verbesserung. Sie engagieren keine Alchemisten und warten darauf, dass diese Steine in Gold verwandeln. Sie definieren – mit Blick auf Kundennutzen und Kundenbedürfnisse – kleine Schritte nach vorn.
Das lässt sich perfekt in einem agilen Set-up umsetzen: Ein kleines interdisziplinäres Team übernimmt die Verantwortung für ein Produkt oder einen Prozess. Auf Basis von Markt- und Kundenevidenz – und weniger aus dem Bauchgefühl heraus – werden Optimierungen in Form von User Stories formuliert. Ein Product Owner priorisiert, ein Scrum Master begleitet den Prozess, und das Team entwickelt in kurzen Zyklen, den sogenannten Sprints, Schritt für Schritt ein immer besseres Ergebnis.
Flankiert von einem Set strategischer Megatrends, daraus abgeleitetem Trend Scouting sowie fundierten Kunden- und Marktanalysen entsteht ein Bild davon, womit man morgen erfolgreich sein möchte und zugleich ein operativer Handlungsrahmen, um das auch zu erreichen.
Innovation ist kein Hokuspokus und nur sehr selten ein „Eureka!“-Erlebnis wie bei Archimedes. Innovation ist vielmehr ein angeleiteter und planbarer Prozess, den man in einer agilen Umgebung gut aufsetzen kann. Und dieser entfaltet mit hoher Wahrscheinlichkeit schon relativ rasch seine positive Wirkung.
Innovative Weiterentwicklung ist ein wichtiges Thema für Sie? Sie möchten dazu ein unverbindliches Gespräch führen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
FAQs
Inkrementelle Innovation bezeichnet die schrittweise Verbesserung bestehender Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle. Im Unterschied zur radikalen Innovation geht es nicht um die völlige Neuerfindung, sondern um kontinuierliche, planbare Weiterentwicklung.
Radikale Innovation verändert Märkte oder Technologien grundlegend. Inkrementelle Innovation verbessert Bestehendes in kleinen Schritten. In Unternehmen ist die inkrementelle Innovation deutlich häufiger, weil sie realistischer, steuerbarer und näher am operativen Alltag ist.
Weil sie Unternehmen dabei hilft, sich laufend an Kundenbedürfnisse, Marktveränderungen und neue Anforderungen anzupassen. Sie schafft Fortschritt mit überschaubarem Risiko und sorgt dafür, dass Wandel nicht dem Zufall überlassen bleibt.
Agile Methoden wie Scrum fördern Innovation durch kurze Entwicklungszyklen, klare Priorisierung und kontinuierliches Lernen. Interdisziplinäre Teams arbeiten strukturiert an Verbesserungen und richten sich dabei eng an Kundennutzen und Marktevidenz aus.
Innovation wird dann planbar, wenn Unternehmen sie als strukturierten Prozess verstehen. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, agile Teams, Markt- und Kundenanalysen, Trend Scouting sowie die konsequente Umsetzung kleiner, sinnvoll priorisierter Entwicklungsschritte.