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	<title>OeNB Studie Digitaler Euro Archive - RIM Management KG</title>
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		<title>Digitaler Euro: Mehr Resilienz – aber auch mehr Nutzen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 08:56:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Digitale Euro soll Europas Zahlungsverkehr unabhängiger und widerstandsfähiger machen. Doch reicht dieser strategische Nutzen aus, damit Konsument:innen ihn tatsächlich verwenden? Studien zeichnen ein durchaus differenziertes Bild. Vor Kurzem habe ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer eines großen Dienstleisters im Zahlungsverkehr geführt. Dabei ging es auch um Resilienz und europäische Unabhängigkeit. Der Digitale Euro würde [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong></strong><strong>Der Digitale Euro soll Europas Zahlungsverkehr unabhängiger und widerstandsfähiger machen. Doch reicht dieser strategische Nutzen aus, damit Konsument:innen ihn tatsächlich verwenden? Studien zeichnen ein durchaus differenziertes Bild.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Kurzem habe ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer eines großen Dienstleisters im Zahlungsverkehr geführt. Dabei ging es auch um Resilienz und europäische Unabhängigkeit. Der Digitale Euro würde dabei, so der Experte, keine Rolle spielen. Warum? Weil er für die potenziellen Nutzer:innen keinen Mehrwert bietet und daher kaum genutzt werden wird. Eine interessante Einschätzung, die man häufig zu hören bekommt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Strategischer Nutzen ist noch kein Kundennutzen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aus europäischer Sicht gibt es gute Gründe für den Digitalen Euro: Er soll eine europäische Alternative im digitalen Zahlungsverkehr schaffen, die Resilienz stärken und die Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsanbietern reduzieren. Doch diese Argumente erklären vor allem, warum Europas Politik den Digitalen Euro möchte. Nicht unbedingt, warum Konsument:innen damit bezahlen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Debit- und Kreditkarten, Banking-Apps und Mobile-Payment-Lösungen funktionieren bereits gut. Ein neues Zahlungsmittel muss daher einen Vorteil bieten, den Nutzer:innen tatsächlich wahrnehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>OeNB-Studie: 45 Prozent können sich die Nutzung vorstellen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Frage hat die Oesterreichische Nationalbank im Jahr 2025 untersucht. Für das <a href="https://www.oenb.at/Presse/oenb-blog/2025/2025-07-08-digitaler-euro-was-konsumentinnen-wollen.html" target="_blank" rel="noopener">OeNB Working Paper 268 „Consumer Preferences for a Digital Euro“</a> wurden rund 1.400 zufällig ausgewählte Personen in Österreich in einem sogenannten Discrete-Choice-Experiment zum Digitalen Euro befragt. In dieser Art von Experiment geht es nicht um die Frage „Würden Sie den Digitalen Euro nutzen?“, sondern darum, die Befragten zwischen unterschiedlich ausgestalteten Varianten wählen zu lassen. So lässt sich erkennen, welche Eigenschaften – etwa Sicherheit, Offline-Nutzung oder Kosten – die Nutzungsbereitschaft besonders beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis: Bei einer von den Studienautoren als realistisch eingeschätzten Ausgestaltung wären rund 45 Prozent grundsätzlich bereit, den Digitalen Euro zu nutzen. In einem idealisierten Szenario steigt die geschätzte Bereitschaft sogar auf 74 Prozent. Besonders interessant ist, was die Nutzung attraktiver macht: Vollständiger Schutz bei Verlust oder Diebstahl erhöht die Nutzungswahrscheinlichkeit um 23 Prozentpunkte, ein finanzieller Vorteil von zehn Euro pro Monat um acht Prozentpunkte. Die Möglichkeit, eine Karte statt einer App zu verwenden, bringt sechs Prozentpunkte, Offline-Nutzung vier. Das spricht gegen die These, dass grundsätzlich kein Interesse am Digitalen Euro besteht. Es zeigt aber auch: Der Mehrwert muss sehr konkret sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Sicher, einfach und kostenlos</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine europäische Konsumentenbefragung aus demselben Jahr. Für die <a href="https://www.beuc.eu/reports/free-easy-and-secure-what-consumers-expect-digital-euro" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie „Free, easy and secure“</a> des Europäischen Verbraucherverbands BEUC (Bureau Européen des Unions de Consommateurs) und weiterer Verbraucherorganisationen wurden mehr als 10.000 Menschen in zehn Ländern des Euroraums befragt, darunter auch Österreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ein neues digitales Zahlungsmittel nannten 55 Prozent der Befragten Sicherheit und Zuverlässigkeit, 53 Prozent eine einfache Bedienung und 49 Prozent keine oder möglichst geringe Kosten als besonders wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt wenig spektakulär, ist aber vielleicht genau der Punkt. Konsument:innen interessiert weniger die europäische Zahlungsverkehrsarchitektur als die Frage: Ist es sicher, einfach, kostenlos und überall verwendbar?</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Neuere Forschung zeigt ein gemischtes Bild</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eine repräsentative <a href="https://www.oegfe.at/umfragen/bekanntheit-des-digitalen-euro-bereits-hoch-akzeptanz-noch-gering/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ÖGfE-Umfrage</a> (Österreichische Gesellschaft für Europapolitik) vom März 2026 zeigt, dass sich 42 Prozent der Österreicher:innen eine Nutzung des Digitalen Euro grundsätzlich vorstellen können. Gleichzeitig lehnt ihn die Hälfte eher oder klar ab. Bemerkenswert ist zudem, dass nur 29 Prozent darin einen Beitrag zu mehr europäischer Unabhängigkeit sehen, obwohl genau diese strategische Souveränität eines der zentralen Argumente für das Projekt ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die entscheidende Frage bleibt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studien widerlegen die pauschale Aussage „Die Europäer:innen werden den Digitalen Euro nicht nutzen“. Gleichzeitig liefern sie keinen Beleg dafür, dass er automatisch zum Massenprodukt wird. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Herausforderung: Strategische Autonomie und Resilienz sind starke Argumente für Europa, aber nicht zwingend für den einzelnen Nutzer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erfolg des Digitalen Euro dürfte deshalb davon abhängen, ob es gelingt, aus einem europäischen Infrastrukturprojekt einen spürbaren Kundennutzen zu machen. Denn am Ende wird der Digitale Euro nicht deshalb verwendet werden, weil er europäisch ist oder von der Zentralbank ausgegeben wird. Er wird dann genutzt, wenn Menschen einen konkreten Grund haben, ihn ihrer heutigen Zahlungsmethode vorzuziehen. Da muss Europa noch liefern!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mario Offenhuber, Geschäftsführer RIM Management KG</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: KI-generiert</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">FAQs</h4>



<div class="schema-faq wp-block-yoast-faq-block"><div class="schema-faq-section" id="faq-question-1790153418548"><strong class="schema-faq-question">1. Was ist der Digitale Euro?</strong> <p class="schema-faq-answer">Der Digitale Euro ist ein geplantes digitales Zahlungsmittel der Europäischen Zentralbank. Er soll Bargeld ergänzen und eine europäische Alternative zu bestehenden digitalen Zahlungslösungen schaffen.</p> </div> <div class="schema-faq-section" id="faq-question-1790153435671"><strong class="schema-faq-question">2. Warum soll der Digitale Euro eingeführt werden?</strong> <p class="schema-faq-answer">Zu den wichtigsten Zielen zählen mehr Resilienz und strategische Unabhängigkeit im europäischen Zahlungsverkehr sowie eine geringere Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsanbietern.</p> </div> <div class="schema-faq-section" id="faq-question-1790153451453"><strong class="schema-faq-question">3. Welche Eigenschaften sind Konsument:innen beim Digitalen Euro besonders wichtig?</strong> <p class="schema-faq-answer">Besonders relevant sind Sicherheit, einfache Bedienung, geringe oder keine Kosten sowie eine breite Verwendbarkeit. Auch Offline-Nutzung und Schutz bei Verlust oder Diebstahl können die Akzeptanz erhöhen.</p> </div> <div class="schema-faq-section" id="faq-question-1790153471612"><strong class="schema-faq-question">4. Welchen Mehrwert bietet der Digitale Euro gegenüber Karte oder Mobile Payment?</strong> <p class="schema-faq-answer">Aus Sicht Europas liegen die Vorteile vor allem in strategischer Unabhängigkeit und Resilienz. Für Konsument:innen muss der konkrete Mehrwert jedoch stärker im Alltag spürbar werden, etwa durch Sicherheit, einfache Nutzung, geringe Kosten oder zusätzliche Funktionen.</p> </div> <div class="schema-faq-section" id="faq-question-1790153487405"><strong class="schema-faq-question">5. Wird der Digitale Euro bestehende Zahlungsmittel ersetzen?</strong> <p class="schema-faq-answer">Nach dem derzeitigen Konzept soll er bestehende Zahlungsmittel ergänzen und nicht ersetzen. Ob er tatsächlich breite Verwendung findet, dürfte stark davon abhängen, ob Konsument:innen einen konkreten Vorteil gegenüber heutigen Zahlungsmethoden erkennen.</p> </div> </div>
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